Die Wucht der Hormone - Pubertät, PMS und Menopause

Das körperliche und auch psychische Befinden von Frauen wird über Jahrzehnte durch hormonelle Veränderungen und Schwankungen beeinflusst.

Wenn man von der Pubertät mit ihrem Beginn im Alter von 11-14 Jahren ausgeht und über die fruchtbaren Jahre bis Ende 30, Anfang 40 rechnet, sind es schon einmal gut dreißig Jahre, die sehr stark durch das Wechselspiel verschiedener Hormone geprägt sind. Gerade für Frauen, die unter einem unregelmäßigen Zyklus, dem Prämenstruellen Syndrom oder starken Regelschmerzen leiden, kann der Eintritt in die Wechseljahre eine große Erleichterung sein. Und natürlich sind auch Schwangerschaft- und Stillzeit immer wieder Phasen großer hormoneller Umstellungen.

Mit  Beginn der Pubertät nehmen die Geschlechtsorgane ihre Funktion auf, man spricht deshalb auch von Geschlechtsreife.  Die Hormone des Hypothalamus, der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) regulieren den Zyklus. Auch die Funktion der Eierstöcke wird hier gesteuert. Jeden Monat bereitet sich der weibliche Körper auf die theoretisch mögliche Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Mit Beginn der Menopause klingen diese Prozesse allmählich ab.

Hypothalamus, Hormonkoordinator als Teil des zentralen Nervensystems

in geringer Konzentration zirkulieren die Hormone im Blut. Um zu verhindern, dass der Körper mit diesen Botenstoffen überschwemmt wird, werden sie in regelmäßigen Abständen abgebaut.  

Östrogen und Testosteron

Die Geschlechtshormone, besonders das Gelbkörperhormon (Östrogen)  und das Testosteron, spielen im Leben jeder Frau eine nicht zu unterschätzende Rolle.  So steuern Östrogene die geschlechtliche Entwicklung in der Pubertät.

Östrogene werden vor allem in den Eierstöcken gebildet, in der Plazenta (oder auch Mutterkuchen) und in eher geringen Mengen in der Nebennierenrinde. Männer produzieren übrigens in den Hoden auch geringe Mengen dieser Hormone. Ein Mangel an Östrogenen kann beispielsweise durch dauerhaften Stress, starke körperliche Belastungen (Sport), Mangelernährung (z.B. ausgedehntes Fasten) oder auch eine Schwäche der Nebennierenrinde entstehen.

Mit zunehmendem Alter nehmen die Östrogenspiegel ab. Spätestens in der Menopause stellt sich die Östrogenproduktion ganz ein. Dann kann es zu den berüchtigten Beschwerden wie Hitzewallungen, Unruhe, Schlafstörungen, Reizbarkeit,  Kopfschmerzen/ Migräne oder gar Depressionen kommen.

Bis vor wenigen Jahren fühlten sich viele Frauen, die sich mit den hormonellen Umstellungen im Laufe ihres Lebens schwer taten, von vielen Ärztinnen und Ärzten unverstanden. Meist war die einzige Frage, die gestellt wurde, sobald man von Schmerzen in den Tagen vor den Tagen, starken Blutungen während der Menstruation oder den typischen Wechseljahresbeschwerden sprach, ob man Hormone nehmen wolle oder leiden.

Es wundert deshalb nicht, dass es hierzulande zahlreiche Heilpraktikerinnen gibt, die den Fokus auf das Thema Frauengesundheit legen und alternative Wege zur Hormoneinnahme aufzeigen.

Studien belegen inzwischen, dass Heilpflanzen wie Mönchspfeffer milde Symptome mildern können. Wirksam sind auch die sogenannten Lignane des Leinsamens: Diese Pflanzenstoffe haben eine ähnliche Struktur wie das Hormon Östrogen und können den Körper bei einem Östrogenmangel unterstützen. Dieser Effekt wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen. Weiterführende Infos dazu auf English: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3033240/

Auch körperliche Bewegung wie Walken, Schwimmen oder spezielles Hormonyoga kann die Symptome mildern.

Bei schweren und langanhaltenden Beschwerden sollte man dennoch gemeinsam mit der behandelnden Frauenärztin einmal abklären, ob nicht doch eine, vielleicht auch nur kurzfristige und gering dosierte, Hormongabe erforderlich ist.

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